Einerseits verschwinden immer mehr langfristige Arbeitsstellen bei Grossunternehmen, andererseits entstehen aber auch neue Möglichkeiten für Kleinstunternehmen in der neuen «On Demand Economy». Da die Roboter und die künstliche Intelligenz uns viele lästige Jobs abnehmen, könnte die Arbeit humaner werden. Aber nur, wenn man nicht von Existenzängsten erdrückt wird. Dies legt der Wirtschaftsjournalist Philipp Löpfe in diesem Artikel kurz und bündig dar, um dann zu fordern: «Wir müssen jetzt ernsthaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen.»Oder in den Worten des kürzlich verstorbenen Soziologen Ulrich Beck: «Wie schaffen wir ein System, in dem die ungeheuren Möglichkeiten der Automation und der Kreativkräfte der Menschen ihren Nutzen entfalten?» Über die Umgestaltung der Arbeitswelt wird zur Zeit viel geschrieben. Wir haben drei Leseempfehlungen zusammengestellt:

 
  1. Viel Beachtung hat das Interview mit dem MIT Ökonomen Andrew McAfee im Nachrichtenmagazin «Spiegel» gefunden. Er spricht über den «drohenden Untergang der Mittelschicht im Zeitalter der Digitalisierung.»
  2. Anregend sind die Begegnungen mit dem Zukunftsforscher Jeremy Rifkin. Bei ihm steht das Grundeinkommen zwischen den Zeilen. Im Gespräch mit der «Zeit» sagt er: «Der Kapitalismus wird das Wirtschaftsleben nicht mehr allein dominieren. Vielmehr wird er ein mächtiger Partner des kollaborativen Gemeinguts sein, sodass wir eine große Menge unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen können.»
  3. Wer sich vertieft in das Thema der kommenden Automation vertiefen möchte, kann zum Buch «Arbeitsfrei» von Constanze Kurz und Frank Rieger greifen. Darin beschreiben sie unter anderem wie Roboter andere Roboter bauen.
 
Der Blick in die Zukunft zeigt, dass die Erwerbsarbeit die Rolle der Existenzsicherung langfristig nicht mehr übernehmen kann. Und dass wir ein System finden müssen, welches alle Menschen an den Früchten der Maschinenarbeit angemessen beteiligt.