INFO – KMU mit guten Konditionen

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Wirtschaft mit Grundeinkommen?

KMU mit guten Konditionen

Kleine und mittlere Betriebe sind das Herz der Schweiz. Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in solchen Betrieben und die zu erwartenden wirtschaftlichen Veränderungen durch Computer und Roboter werden den Trend noch verstärken (siehe Interview mit Klaus Schwab, Gründer WEF-Davos)

Man schläft besser …

Die meisten UnternehmerInnen wissen es, man schläft nicht immer gleich gut. Je nach Situation liegen auch mal die Nerven blank. Mit einem Grundeinkommen nimmt die Sicherheit zu, für Chefs und Angestellte.

Das ändert sich für Unternehmen:

Da alle BewohnerInnen der Schweiz ein Grundeinkommen haben, müssen die Löhne reduziert werden. Die Unternehmen müssen nun Abgaben zur Finanzierung des Grundeinkommens zahlen. Diese werden so hoch sein, dass sie die Lohneinsparungen kompensieren, und somit die Preise stabil bleiben. Vernünftig wären Abgaben auf dem Umsatz, ähnlich wie die heutige Mehrwertsteuer. Lohnabgaben würden ersetzt durch eine höhere Konsumabgabe.
Zudem würde die berufliche Vorsorge wohl besser als private Versicherung, ähnlich wie die Krankenkassen, organisiert werden.
Die administrativen Vereinfachungen würden die Flexibilität im Arbeitsmarkt deutlich erhöhen (Kurzeinsätze im Stundenlohn oder Monatseinsätze oder für bestimmte Projekte).

Das heisst konkret:

  • Tiefere Löhne = tiefere Fixkosten
  • Konsumabgaben statt Lohnabgaben = bessere Liquidität, Abgaben dann zahlen, wenn Geld fliesst
  • Alle haben ein Grundeinkommen = Eine Kündigung ist viel weniger dramatisch als heute. Viele könnten es sich leisten, einen oder mehrere Monate ohne Erwerbseinkommen zu sein.
  • Mehr Menschen werden Teilzeit arbeiten = bessere Produktivität der Mitarbeitenden
  • Stellenprozente können leichter an aktuelle Auslastung angepasst werden = Arbeitsspitzen können flexibler durch Kurzeinsätze gebrochen werden.
  • Pensionierung ist nicht an fixe Altersgrenze gebunden = Geeignete Mitarbeitende können auch im Alter noch eingestellt werden, vielleicht mit weniger Stellenprozenten.
  • FirmeninhaberInnen und deren Familien erhalten auch ein Grundeinkommen = Die Existenz ist auch in Phasen der Krise oder Investition gesichert.

 

Nur Vorteile? Das kann nicht sein.

Für einige wenige ergibt sich aus diesen Vorteilen allerdings ein Nachteil: Die höhere Sicherheit wird bezahlt durch geringere Gewinne in guten Zeiten. Dieser Mechanismus führt allerdings auch dazu, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird, bei den arbeitenden Menschen und nicht bei den (unbekannten) Aktionären.
Für kleinere Unternehmen wird der kleinere Gewinn teilweise kompensiert durch das Grundeinkommen des Eigentümers.
Der Break-Even-Point (Grenze für die Rentabilität eines Produktes) verschiebt sich mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens nicht. Aber das Ausmass eines möglichen Verlusts oder Gewinns wird kleiner.

Wer zahlt am meisten?

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt wird Wertschätzung durch Geld ausgedrückt. In einer Gesellschaft mit Grundeinkommen hat jeder genug zum Leben. UnternehmerInnen müssen sich neben Geld durch andere Qualitäten wie echte Wertschätzung, gutes Arbeitsklima, flexible Arbeitsbedingungen, Innovation oder Kompetenz von andern abheben, um geeignete Mitarbeitende zu bekommen. Da profitieren am Schluss alle davon, inklusive KundInnen!

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